„PredTour“ gestartet

In der bei Urlaubern und Ausflüglern beliebten Bodenseeregion treffen viele und verschiedene Besucher aufeinander. In der Hauptsaison führt dies häufig zu einer Überlastung der Infrastruktur. Das Projekt hat das Ziel die verschiedenen Verkehrs‐ und Menschenströme zu identifizieren, lokale Verhaltenstendenzen vorherzusagen und durch das gezielte aneinander Vorbeiführen der Besucherströme die Infrastruktur zu entlasten.

Die internationale Bodenseeregion ist bei Touristen und Anwohnern ein beliebtes Urlaubs- und Freizeitziel. Aufgrund der Währungsunterschiede der Bodensee-Anrainerstaaten, hat sich neben dem Erholungstourismus, ein ganzjähriger Shoppingtourismus entwickelt. Die Shopping-Touristen kommen v. a. aus der Schweiz in die grenznahen Städte.

 

PredTour

Prof. Dr. Marcel Hüttermann, Prof. Dr. Tatjana Thimm, Christine Bild, Prof. Dr. Ralf Seepold, Maksym Gaiduk, Agnes Klein, Daniel Scherz (v.l.n.r.)

 

In der Hauptsaison und bei bestimmten Events treffen die verschiedenen Besucherströme aufeinander. Die Infrastruktur, ohnehin limitiert durch die besondere Lage am See, wird als Folge der raum-zeitlichen Konzentration überlastet. Zur Entlastung der Infrastruktur erscheint es sinnvoll, verschiedene Besuchergruppen mit jeweils spezifischen Bedürfnissen zu identifizieren und eine bedarfsgerechte Lenkung der einzelnen Gruppen vorzunehmen.

 

Das Projekt „Predicting Tourism Movements“ (PredTour), gefördert durch die Internationale Bodensee Hochschule,  hat das Ziel, die verschiedenen Verkehrs- und Menschenströme der Bodenseeregion eingehend zu analysieren. In den nächsten zwei Jahren beschäftigt sich ein interdisziplinäres Forschungsteam aus Wissenschaft und Praxis mit verschiedenen Fragen rund um das Thema. Die Zusammenarbeit erfolgt zwischen Wissenschaftlern/-innen der Bereiche Informatik (Prof. Dr. Seepold), Tourismus (Prof. Dr. Thimm) der HTWG Konstanz und dem Bereich Marketing der ZHAW Zürich (Dr. Seiler) sowie der Tourismus- und Stadtmarketing Radolfzell GmbH als Praxis-Partner.

 

In einem ersten Schritt werden verschiedene Besuchergruppen mit spezifischen Bewegungsmustern identifiziert. Anhand der Bewegungsmuster werden touristische Hot-Spots und „Nicht-Orte“ ermittelt. Es wird ein Algorithmus aufgestellt, der es erlaubt, lokale und temporale Verkehrsaufkommen und Verhaltenstendenzen vorherzusagen. Die zeitgenaue Prognose der touristischen Ströme wird es ermöglichen eben diese gezielt zu lenken. Durch eine Smartphone App können private Nutzer, auf der Basis des prognostizierten Verkehrsaufkommens und individueller Randbedingungen, eine eigene „optimale“ Route planen. Anbieter können die gewonnen Daten nutzen, um personalisierte für den Konsumenten relevante Angebote in Echtzeit anzubieten und damit zur Lenkung der Besucherströme beitragen. Die gezielte und bedarfsgerechte Lenkung der Besucherströme wird die Nutzung der Infrastruktur verbessern. 

 

Entlastung für die Konstanzer Altstadt? (Südkurier...
 

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Monday, 17 December 2018

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